Projektentwicklung · Pyrolyse Thailand

Aus Altreifen werden
neue Rohstoffe.

Ein Pilotprojekt für Reifenpyrolyse in Lop Buri. Mit kontrollierter Verarbeitung, industriellen Absatzwegen und einer Perspektive für weitere regionale Kreisläufe.

Pilotstandort

Lop Buri, Thailand

Aktueller Schwerpunkt

Reifenpyrolyse

Projektphase

Planung & Vorbereitung

Langfristiges Ziel

Übertragbare regionale Anlagen

Die Idee

Wertschöpfung aus
vorhandenen Reststoffen.

Engtrade entwickelt ein Recyclingvorhaben in Thailand, das Altreifen in nutzbare industrielle Rohstoffe überführen soll. Der Einstieg erfolgt über eine eigenständige Reifenpyrolyseanlage: In einem kontrollierten thermischen Prozess entstehen Pyrolyseöl, Reifenkohlenstoff, rückgewonnener Stahl und Prozessgas.

Die erste Anlage soll belastbare Betriebserfahrung schaffen. Ein späterer Ausbau um weitere Module und Standorte wird jeweils anhand von Rohstoffversorgung, Produktqualität, Absatz und Wirtschaftlichkeit geprüft.

Zunächst steht die Altreifenpyrolyse im Mittelpunkt. Das Diagramm zeigt zusätzlich die langfristige Gesamtperspektive; die weiteren Module sind mögliche Erweiterungen und kein bereits bestehender Betrieb.

Der erste Stoffkreislauf

Vom Reifen zur industriellen Nutzung.

01

Annehmen & prüfen

Altreifen sammeln, wiegen und nach Herkunft, Qualität und Eignung bewerten.

02

Thermisch verarbeiten

Reifen im geschlossenen Pyrolyseprozess unter Sauerstoffausschluss umwandeln.

03

Trennen & aufbereiten

Öl kondensieren, Kohlenstoff und Stahl separieren. Prozessgas für den Eigenbetrieb nutzen.

04

Qualität & Absatz

Produkte prüfen und entsprechend bestätigter Spezifikationen an industrielle Abnehmer liefern.

Das Gesamtkonzept

Module und Materialflüsse.

Die Übersicht verbindet Reifenverwertung mit möglichen späteren Bioabfall- und Biomassekreisläufen. Sie zeigt Ausgangsstoffe, Prozesse, Produkte und den Nutzen für die jeweiligen Abnehmer.

Materialfluss-Diagramm: Altreifen werden durch Reifenpyrolyse zu Öl, Kohlenstoff, Stahl und Prozessenergie oder mechanisch zu Gummigranulat und Stahl. Geeigneter Bioabfall liefert in der Soldatenfliegenzucht Larvenprodukte und Frass. Sauberes Restholz wird getrennt zu Pflanzenkohle verarbeitet, die mit aufbereitetem Frass in eine Düngerlinie gelangen kann.
Langfristige modulare Projektperspektive mit getrennten industriellen und biologischen Stoffkreisläufen. Original in einem neuen Fenster öffnen.

Reifenkohlenstoff bleibt im industriellen Kreislauf. Für mögliche Düngerprodukte ist geprüfte Pflanzenkohle aus geeigneter Biomasse vorgesehen. Pyrolyseöl ist kein fertiger Dieselkraftstoff. Produktnutzung und Verwertung setzen geeignete Qualität und die jeweilige Freigabe voraus.

Schrittweise Entwicklung

Ein Startprojekt. Weitere Perspektiven.

Jedes Modul hat eigene technische Anforderungen, Stoffströme und Absatzwege. Der Ausbau erfolgt erst nach einer gesonderten Prüfung und Freigabe.

01 · Reifenpyrolyse · Startprojekt

Der Kern des Vorhabens ist die thermische Verwertung von Altreifen. Pyrolyseöl, industrielle Kohlenstoffprodukte und Stahl bilden die vorgesehenen Absatzwege. Intern genutztes Prozessgas kann den externen Wärmebedarf verringern.

Standort, Genehmigungsweg, Emissions- und Sicherheitskonzept, Liefermengen, Anlagenleistung und Abnehmeranforderungen werden vor der Umsetzung abgestimmt.

02 · Mechanische Reifenaufbereitung · Spätere Erweiterung

Zerkleinern, Metall- und Fasertrennung sowie Siebung können Gummigranulat und Stahl für industrielle Anwendungen liefern. Eine Reifenmenge wird abhängig von Eignung und Nachfrage entweder diesem Weg oder der Pyrolyse zugeordnet.

Mögliche Abnehmer sind Gummiverarbeiter und Baustoffhersteller. Korngröße, Reinheit und weitere Produkteigenschaften werden mit den Abnehmern festgelegt.

03 · Soldatenfliegen-Larvenzucht · Spätere Erweiterung

Geeignete, kontrollierte organische Reststoffe können in einer Zucht der Schwarzen Soldatenfliege biologisch verwertet werden. Die Larven liefern eine mögliche regionale Protein- und Fettquelle für zulässige Futteranwendungen.

Der verbleibende Frass wird getrennt aufbereitet, hygienisiert und nachgereift. Substrate, Futterprodukte und spätere Düngernutzung erfordern jeweils eine eigene Qualitäts- und Zulässigkeitsprüfung.

04 · Biomassepyrolyse & Dünger · Spätere Erweiterung

Sauberes, geeignetes Restholz wird in einer separaten Biomasseanlage zu Pflanzenkohle verarbeitet. Diese Anlage ist technisch und stofflich von der Reifenpyrolyse getrennt.

Geprüfte Pflanzenkohle kann mit hygienisiertem, gereiftem Frass und geeigneten organischen Komponenten zu Dünger oder Bodenverbesserern verarbeitet werden. Die konkrete Zusammensetzung, Wirkung und Vermarktung setzen Produktprüfung und die erforderlichen Freigaben voraus.

Wofür wir das Projekt entwickeln

Regionaler Nutzen. Neue Wertschöpfung.

Für Abfalllieferanten

Geordnete Annahmewege und planbare Mengen sollen den Lagerdruck verringern und die Verwertung geeigneter Reststoffe erleichtern.

Für industrielle Abnehmer

Definierte Sekundärrohstoffe aus regionaler Verarbeitung schaffen zusätzliche Beschaffungswege – mit vereinbarter Qualität und nachvollziehbarer Herkunft.

Für die Bevölkerung

Das Vorhaben soll zu weniger unkontrollierter Ablagerung beitragen und lokale Arbeitsplätze, Ausbildung und Betreiberkompetenz fördern.

Lieferanten · Abnehmer · Projektpartner

Gemeinsam Kreisläufe entwickeln.

Sprechen Sie mit uns über Rohstoffe, industrielle Anwendungen und Kooperationen.

Hubert Krämer · Engtrade GmbH